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Grafikkarten berechnen alle relevanten grafischen Daten der Bildschirmdarstellung. Sie sind entweder als GPU (GPU- Graphics Processing Unit) per PCI-Express mit dem Mainboard verbunden oder direkt in den Chipsatz des Mainboards integriert.

 

Shared memory (mit integriertem Chip)

Der integrierte Grafikprozessor (IGP- Integrated Graphics Processor) ist im Chipsatz des Mainboards integriert. Hier nutzt die "Grafikkarte" den Hauptspeicher des Computers mit. Die Größe des zugeordneten Speichers lässt sich im BIOS einstellen.
Die Grafikleistung der integrierten "Grafikkarten" ist sehr gering. Dafür können Geräte mit dieser Lösung sehr preiswert angeboten werden. Zudem können hohe Akkulaufzeiten erreicht werden.
Wenn Sie Ihr Notebook vor allem für Office-Anwendungen und für das Surfen im Internet einsetzen, reicht Ihnen eine Shared memory Grafik und Sie sparen viel Geld.
Aktuelle IGP- Grafikprozessoren sind die Intel GMA X3100, die ATI Radeon Xpress X1200 oder die NVIDIA GeForce Go 6100.


Shared memory (ohne integrierten Chip)

Der Grafikprozessor (GPU) ist nicht in dem Chipsatz des Mainboards integriert, aber auch hier nutzt die "Grafikkarte" den Hauptspeicher des Computers mit. Die Grafikleistung dieser GPU "Grafikkarten" ist nicht wesentlich besser als bei erstgenannten IGP- Grafikprozessoren.
Je nach Art der verbauten GPU lassen sich ältere Spiele und Anwendungen mit höheren 3D-Anforderungen realisieren. Details und Auflösungen sollten auf niedrig / mittel gestellt werden.
High-End-Spieler und Profi-Grafiker werden mit dieser Grafiklösung nicht glücklich.
GPUs dieses Typs sind z.B. die ATI Radeon Xpress 1250 oder die GMA X3100 von Intel.


Hyper memory (ATI) Turbo Cache (NVidia)

Dies ist eine Mischung aus eigenem Grafikprozessor (GPU) und shared memory. Der Grafikprozessor (GPU) hat einen Speicher von 128, 256 oder 512 MByte. Der restliche Grafikspeicher wird vom Hauptspeicher abgezweigt.
Diese Lösung wird heute in Office-Notebooks ebenso eingesetzt wie in Geräten mit hohen Grafik-Leistungen. Fast alle dedizierten Grafikkarten arbeiten mit Turbo Cache bzw. Hyper memory.
Zu den leistungsschwächsten GPUs mit dieser Technik gehören ATI Radeon Xpress X1250 / Xpress X1270 (Version mit eigenem Grafikspeicher) oder NVIDIA GeForce 8400M GS.


Dezidierte Grafikkarte

Dies ist eine Grafikkarte, die über eigenen Speicher verfügt. Zusätzlich kann sie sich - je nach Anforderung - eine bestimmte Menge vom Hauptspeicher abzweigen (Hyper memory - ATI, Turbo Cache - NVidia).
Diese Grafiklösung ist zwar nicht so kostengünstig wie die anderen Technologien, aber besonders für Spiele und Grafikprogramme, die sehr hohe Anforderungen an die Grafikkartenleistung stellen, geeignet. Mit der GPU werden bis zu 512 MB Grafikspeicher verbaut.
Einsteiger Grafikkarten sind z.B. die ATI Mobility Radeon HD 2600 oder die NVIDIA GeForce 8600M GS. Für höchste Spiele- oder 3D-Anforderungen sind NVIDIA GeForce Go 7950 GTX oder 8800M GTX geeignet. ATI bietet für hohe Anforderungen die ATI Mobility Radeon HD 2600 XT.

Aufgrund der fortschreitenden Entwicklung in der Grafik-, Video- und Spieleindustrie werden Grafikkarten immer leistungsfähiger. Früher noch über den bekannten AGP-BUS betrieben, werden jetzt vermehrt Grafikkarten für den neuen PCIe (PCI Express) angeboten.